soll ich jetzt stolz auf mich sein, weil ichs besser verkraftet habe? oder soll ich stolz auf alle anderen sein, weil die mich besser verkraftet haben?
jedenfalls war dieses jahr durchaus etwas anders. es gab besonders am 1. weihnachtstag – der „heilige“ abend wurde ja relativ ausführlich beschrieben – weniger schlimmes, als in den jahren zuvor. normalerweise gibts da immer auflauf bei oma und opa: man singt lustig vor sich hin, obwohl dann doch so gut wie niemand lust drauf hat, aber was tut man nicht alles für glückliche großeltern. dann gibts nochmal bescherung. dann essen, aber nicht irgendeins… nein! … es gibt pute, knödel, rotkohl, bohnensalat und irgendwas zum nachtisch, warum auch immer es genau das geworden ist, was es ist weiß ich allerdings auch nicht.
hatte man dann all das hinter sich gebracht, was mit den jahren immer langweiliger, aber dafür mit noch mehr jahren, aufgrund des alkohols, dann doch wieder ein kleinwenig spannender wurde, hinter sich gebracht… tja… dann gabs für die enkel nur eine beschäftigung. FERNSEHEN! das klingt jetzt realtiv witzlos und vielleicht auch etwas langweilig, aber das könnte wohl daran liegen, dass es nämlich genau das auch eben ist: langeweile auf höchstem niveau. man guckte meist auch einfach das, was die tolle (paris hilton like *hust*) cousine sich denn anschauen muss. wer jetzt nicht versteht, warum man gerade auf sie rücksicht nehmen musste den verweise ich jetzt einfach mal auf die klammer.
aber dieses jahr? irgendwas war anders. und das war die tatsache, dass aus irgendwelchen mir (noch) unbekannten gründen, dass ja poker total in mode gekommen ist und sein riesen revival feiert. jedenfalls hatte einer der drei cousins einen pokerkoffer dabei. das hieß: nicht die ganze zeit angeödet fernsehen! und was soll ich sagen? es war tatsächlich relativ lustig und zweiter geworden bin ich bei der ganzen geschichte auchnoch *egopolier*.
wer jetzt schon das happy end für dieses weihnachten bzw. diese „veranstaltung“ sieht hat sich leider viel zu früh gefreut. die pokergeschichte war zwar eine aufheiterung, aber was war angesagt nachdem man denn fertig war mit der ersten runde? die zweite runde? natürlich nicht. was tat man stattdessen? richtig… fernsehen! aber aus irgendwelchen gründen, die mir ebenfalls, wie die des pokerns, unbekannt sind gab es die wunderbare vereinabrung, dass die „kinder“ ja nicht bis zum bitteren ende bleiben mussten, wenn sie denn nicht wollten. das war dann auch schlussendlich meine rettung. denn wer nur 5 minuten fußweg von den lieben großeltern weg wohnt, der hat es natürlich jetzt sehr einfach und geht nach haus, was ich dann auch getan habe.
am so wundervollen 2. weihnachtstag passiert (zum glück) nichts offizielles mehr und das heißt für mich: ruhe! und ich glaube die kann ich auch nach zwei tagen weihnachten gut vertragen.